Steildach

Bei dem Steildach besteht eine Beziehung zwischen dem Deckmaterial und der Dachneigung in Form einer Regeldachneigung, welche die unterste Dachneigungsgrenze, in der sich eine Deckungsart als regensicher erwiesen hat, festlegt.

Bis zu einer Untergrenze von 22° Dachneigung kann frei nach gestalterischen und ökonomischen Aspekten aus dem nahezu endlosen Angebot an kleinformatigen Deckmaterialien gewählt werden ohne unbeabsichtigt Sonderkonstruktionen zu schaffen. Diese würden durch zusätzliche Maßnahmen ihre Wirtschaftlichkeit einbüßen. Zu diesen Deckmaterialien zählen in erster Linie die Dachziegel und Dachsteine in ihrem ganzen Farb- und Formspektrum, sowie das Schieferdach.

Deckungen mit Dachziegeln sind regensicher, wetterbeständig, hagel- und feuersicher. Bewegungen im Dachstuhl wie Setzungen, Schwindung und Erschütterungen werden von der schuppenartigen Ziegelhaut ebenso ohne Einbuße von Regensicherheit aufgenommen und ausgeglichen, wie auch Einwirkungen durch wechselnde Windkräfte und Temperaturschwankungen.

 

Diese Attribute und die enorme Vielfalt des Angebots haben dem Ziegeldach über Jahrzehnte seine Attraktivität bewahrt.

Der Schiefer besticht als ebenfalls kleinformatiges Deckelement augenscheinlich durch seine Natürlichkeit, wobei fast alle Schieferdeckungen auch in Faserzement ausführbar sind. Diese Bedachungsmaterialien bergen noch ein hohes Maß an fachspezifischer Handarbeit durch traditionelle Techniken und rechtfertigen so einen verhältnismäßig hohen Quadratmeterpreis.